Auf vier Rädern durch Kalifornien
Die Anreise
Für alle, die noch nie in den USA waren oder diejenigen, die schon immer von der Sonne Kaliforniens träumten.

Unsere Anreise erfolgte mit United Airlines ab/bis Frankfurt, auf dem Hinflug via Newark (New Jersey), wo wir ca. 2 ½ Stunden Umsteigezeit hatten. Weniger hätte es nicht sein dürfen, da die Einreise einige Zeit in Anspruch nimmt, berücksichtigt man, dass die Herren dort einen ziemlich anstrengenden und stressigen Job zu bewältigen haben. Zudem muss das Gepäck nochmal entgegen genommen werden und persönlich durch den Zoll gebracht werden. Anschließend „darf“ man nach der Sicherheitskontrolle den Nacktscanner passieren.

Die Übernahme des Mietwagens (hier ALAMO) ist recht unkompliziert. Es fahren für alle Anbieter außerhalb des Terminals Shuttlebusse zur Mietwagenstation. Wir hatten recht viel Glück, dass an der Station gerade nicht viel los war, konnten unseren Wagen also recht schnell entgegen nehmen. Free Choice: Die Mietwagen sind nach Kategorien geparkt, einfach einen Wagen aussuchen, beim Rausfahren scannen lassen, fertig!
Hello Los Angeles
Übernachtet haben wir im Westin Bonaventure in Downtown L.A. Ein schönes Hotel im Retro-Stil, frisch renoviert. Interessant ist hier sicherlich die Bauweise. Das Hotel besteht aus insgesamt fünf miteinander verbundenen Türmen. Die Lage ist eher semioptimal. Man hat zwar eine super Anbindung an die Metro, aber wenn man seinen Schwerpunkt auf Hollywood legt und einen Besuch der Universal Studios plant, sollte man ein Hotel in Hollywood wählen, damit die Wege kürzer sind. In L.A. kann man sich super mit der Metro fortbewegen. Das Ticket- und Liniensystem ist recht simpel nach Farben sortiert. Man lädt eine Karte auf, die bei Eintritt gescannt wird. Empfehlenswert ist hier eine Tageskarte. Man sollte allerdings geruchsfest sein und immer etwas Desinfektionsmittel für die Hände dabei haben.
Next Stop - Santa Barbara
Ein sehr schönes kleines Hafenstädtchen mit mediterranem Flair, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Man kann hier sehr gut am Hafen sitzen und frischen Fisch essen. Die Leute sind hier äußerst entspannt! Dann vielleicht noch eine kleine Stadtrundfahrt, einfach nett. Die Haupteinkaufsstraße bietet unterschiedlichste Gastronomie- und Shopping-Möglichkeiten. Oder einfach das Strandleben genießen. Hier gibt es ganz viele Stände, an denen man das ein oder andere Souvenir oder Kunstwerk ergattern kann.
Going on to Pismo Beach
Pismo Beach hat einen sehr schönen Strand. Wir haben etwas außerhalb des Ortes im Best Western Shore Cliff Lodge übernachtet. Wenn man ein Auto hat, ist das völlig in Ordnung. Definitiv ist das das Hotel mit dem spektaktulärsten Ausblick über die Bucht. Wir haben hier sogar Delfine gesehen. Es gibt im Hotel auch eine Frühstücksmöglichkeit. Wer auf Zimt steht, sollte aber unbedingt nach Pismo Beach rein fahren und die berühmten Cinnamon Rolls probieren. Achtung: Sehr mächtig, Gewichtszunahme vorprogrammiert und zudem absolute Suchtgefahr!

Wer Schmetterlinge mag, kann sich gerne kostenlos am Monarch Butterfly Reserve von Carl in die Welt der Schmetterlinge einführen lassen.

In Pismo Beach kann man übrigens mit dem PKW gegen eine Gebühr von 5 $ auf den Strand fahren. Nun folgt der berühmteste und imposanteste Teil der Strecke. Man sollte ab Pismo Beach unbedingt auf den Highway No. 1 fahren und nicht den kürzeren Weg über den Freeway 101 wählen. Der führt nämlich durchs Hinterland und bietet nicht die spektakulären Aussichten, wegen der man diese Tour macht (das Navi leitet gerne über den Freeway!).

Unsere Fahrtzeit war etwa mit 4 ½ Stunden bis zur Halfmoon Bay angegeben, stimmt bei weitem nicht! Man sollte berücksichtigen, dass es ein Speedlimit gibt, aufgrund der Straßenführung gerne auch mal auf 20 Meilen pro Stunde gedrosselt. Zudem gibt es zahlreiche lohnenswerte Aussichtspunkte, an denen man halten sollte und zudem sollte man Pausen zum Lunch mit einplanen. Unterwegs kann man auch einen Abstecher zum Hearst Castle, dem „Neuschwanstein“ der Amerikaner machen. Man kommt hier nur mit einer Führung direkt zum Schloss (Dauer mindestens 1,5 – 2 Stunden ). Auf der Route soll es auch ganze Seehundkolonien geben, die man von den Klippen aus sehr gut sehen kann. Trotz größtmöglichem körperlichen Einsatz ist das der Besatzung unseres Autos verwehrt geblieben. Aber immerhin konnten wir sie hören und beim Abendessen auf den Kameras der Kollegen bestaunen. Also einfach mal die Schilder lesen, an denen man vorbei fährt. Es ist alles sehr gut ausgeschildert.
Stop in Carmel - lohnt sich in jedem Fall
Carmel ist ein wirklich süßes Künstlerstädtchen mit tollem Strand. Der Weg von der Hauptstraße führt durch die Wohngebiete. Allein das hat sich schon gelohnt. In der Halfmoon Bay haben wir im Ritz Carlton Half Moon Bay genächtigt. Ideal für Golfer oder Kunden, die Ruhe suchen und Rosamunde Pilcher mögen. Eine wirklich traumhafte Lage! Das Hotel wird auch von vielen Kunden genutzt, die dem Trubel der Großstadt San Francisco entfliehen möchten. San Francisco ist nur ca. 30-35 Meilen entfernt. Ich glaube, zu einem Ritz Carlton muss ich nicht viel erzählen.

Wer eher Wassersport bevorzugt, kann z.B. eine Kajaktour unternehmen. Ganz nett gemacht und es ist erstaunlicherweise gar nicht so schwierig, den Kopf über Wasser zu halten.

Bis kurz vor San Francisco kann man noch ein letztes Mal die tollen Strände und Buchten bestaunen, bevor es dann städtisch wird.
If you're going to San Francisco
Eine sorgfältige Hotelauswahl sollte im Vorfeld getroffen werden. Wir haben im Holiday Inn Fisherman’s Wharf gewohnt. Sauber, ordentlich, Frühstück ok und eine super Lage. Man ist in 2 Minuten am Wasser, kann problemlos zum Pier 39 ( gaaaanz viele Seelöwen und Restaurants und Shops ) laufen. Empfehlenswert ist hier auch das Agronout Hotel ( bessere Kategorie, maritimer Stil ). Das liegt eine Straße weiter, direkt am Wendepunkt der Cable Car.

Mit den Cable Cars ist die Stadt – Chinatown, Union Square etc. - super erreichbar. Da jede Fahrt mit der Cable Car 6 $ kostet und man hier das Hop-on/Hop-off-Prinzip super anwenden kann und sollte, empfiehlt sich hier auf jeden Fall der City Pass. Da sind neben weiteren Ermäßigungen auch die Fahrten mit den Cable Cars enthalten.

Legt man eher den Schwerpunkt auf's Shoppen und ist nicht so geräuschempfindlich, kann man auch gut ein Hotel am Union Square empfehlen. Dann befindet man sich mitten im Trubel. Mir persönlich hat die Lage im Fisherman’s Wharf seeehr gut gefallen. Es geht wesentlich entspannter zu, man kann vieles fußläufig erreichen und ist ebenfalls super schnell am Union Square.

Vielleicht noch etwas zum Klima. September/Oktober ist eine ideale Reisezeit, da es im Süden noch schön warm ist und San Francisco in diesen Monaten sehr mildes Wetter hat. Besonders in den Sommermonaten ist es hier sehr kalt! Windfeste und etwas warme Kleidung (Zwiebellook) sollte man hier immer parat haben. Das Wetter schlägt sehr schnell um. Besonders, wenn nachmittags der Nebel in die Bucht gedrückt wird. Fährt man die Route No. 1, hat man Ende Oktober/November die Chance Wale zu sichten, die von Alaska in den Süden ziehen.

Es empfiehlt sich, die Route No. 1 von Norden nach Süden zu fahren, da man dann auf der Meerseite fährt. Das bietet zum einen die schöneren Aussichten und zum anderen die einfachere Verkehrslage zum Anhalten. An manchen Stellen ist die Straße doch etwas unübersichtlich für den Gegenverkehr. Zudem fährt man in die Wärme!
Mein Fazit: Mit dem Auto ist's am besten
Eine Tour, die sich definitiv lohnt und auf der man gerne auch noch mehr Zeit einplanen kann. Es lohnt sich auch allemal, die Tour mit dem Auto zu fahren, da die Busse die Route No. 1 nicht befahren können/dürfen!

In diesem Sinne, viel Spaß bei Ihrer Reiseplanung!
Ihre Christina Schulenkorf
Von Christina Schulenkorf
Reisezeitraum November 2013
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