Wanderstudienreise Katalonien - Auf den Spuren Salvador Dalis
07. - 11. Oktober 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Oktober 2018 unternahm ich mit unserem Partner Wikinger Reisen aus Hagen eine Wanderstudienreise auf den Spuren Salvador Dalis nach Katalonien.

Wir wohnten im schönen Ort Roses im Norden Kataloniens, an den Ausläufern der Pyrenäen. Hier wählt Wikinger für seine Gruppen gerne das 2-Sterne-Hotel Carmen im Zentrum von Roses, 2 Minuten zum Strand, 2 Minuten ins Zentrum (wenn man bummelt). Hat nur 24 Zimmer, alle sind unterschiedlich groß.

Die Balkone sind recht klein, die Dachterrassen dafür riesig. Das Hotel ist frisch renoviert, die Zimmer und Bäder ebenso. Die Betten sind von überraschend guter Qualität. Kühlschrank und TV sind vorhanden. Das Frühstück ist wirklich grandios. Darüber hinaus stehen Wasser, Tee und Kaffee den ganzen Tag zur Verfügung.

Alles in allem überrascht das Hotel wirklich. So viel Qualität und Service erwartet man in einem 1-2 Sterne-Haus wirklich nicht!

Wanderung: Von Cadaques zum Leuchtturm am Cap de Creus (1-2 Stiefel, ca. 7 km)

Wir besuchten das hübsche Künstlerdorf Cadaques. Bekannt geworden ist das Dorf vor allem durch seinen berühmtesten Sohn Salvador Dali. Wir besichtigten den Ort, bevor wir einen ersten Spazierganz hinüber in die Nachbarbucht nach Portlligat unternahmen. Hier befindet sich das Wohnhaus von Salvador Dali, welches in jeder Ecke seine Exzentrik und seine Schaffenskraft widerspiegelt. Das Wohnhaus ist heute ein Museum – nach dem Tod seiner Frau Gala 1982 verließ er das Haus fluchtartig und noch heute ist es im Originalzustand. Man versteht, warum Dali in vielen seiner Werke die Felsen des Cap de Creus verewigt hat – die Landschaft vor seiner Haustür ist wunderschön!

Anschließend ging es auf die Wanderung. Der Weg führte uns zunächst entlang eines ausgetrockneten Baches hinauf in die Hügel, auf und ab, immer dem Leuchtturm vom Cap de Creus, dem östlichsten Punkt des spanischen Festlandes entgegen. Der Weg war gut ausgeschildert und schlängelte sich immer weiter und man hatte oft eine gute Aussicht auf die Buchten und das Ziel, den Leuchtturm. Bei einem Kaffee und einer Pause konnten wir auch den wunderschönen Ausblick vom Leuchtturm genießen.

Wanderung: Von Llanca über Kloster St. Pere de Rodes nach Port de la Selva

(2 Stiefel, ca. 13km, Anstieg 600 m, Abstieg 600 m)

Heute wanderten wir vom kleinen Örtchen Llanca aus, dem letzten Ort vor der französischen Grenze. Die Altstadt, rund 2 km im Landesinneren, ist wirklich sehenswert. Von dort aus ging es bergauf, denn unser Ziel war das Kloster Sant Pere de Rodes – auf 600 m Höhe. Es liegt wie ein Schwalbennest am Berghang und ist zu Fuß über einen ca. 9 km langen Anstieg von Llanca aus oder per PKW von Port de la Selva über viele Serpentinen erreichbar. Der Weg war überlange Strecken recht steil (20% Steigung) aber recht gut zu gehen. Uns das Ziel entlohnt auf jeden Fall. Nicht nur das Kloster ist sehenswert, sondern auch der Ausblick!

Nach einem guten Essen im Klosterrestaurant ging es an den Abstieg nach Port de la Selva. Der Abstieg war nur ca. 4 km lang und da wir die ganzen 600 m wieder runter mussten, recht steil. Aber er ließ sich gut gehen. An einer sehr steilen Stelle war eine Eisenkette im Felsen verankert, sodass man diese als Abseil-Hilfe nutzen konnte, aber dennoch war ein guter Weg.

 

   

Wanderung: Rund um Roses (2 Stiefel, ca. 12km, Anstieg 400 m, Abstieg 400 m)

Nach dem Frühstück packten wir das Lunchpaket vom Hotel ein und liefen direkt in Roses los. Leider sah das Wetter heute nicht besonders gut aus. Es war trüb und Regen vorausgesagt. Unsere motivierte Wanderführerin kann aber nichts stoppen. Also wanderten wir aus dem Ort hinaus, dem nächsten Berg entgegen. Nach ein paar Kilometern verließen wir die Straße und liefen auf den ersten Berg. Oben angekommen besichtigten wir eine Frühzeitliche Kultstätte (Dolmen), von denen es hier sehr viele gut erhaltene gibt. Anschließend ging es weiter bergauf und zwischendurch regnete es immer wieder. Je höher wir kamen, umso schlechter wurde die Sicht. Zum Schluss lag die bei guten 15 m. Oben angekommen konnten wir den traumhaften Ausblick, den man hier eigentlich über das Cap de Creus, nach Roses und nach Cadaques hat, wegen der Witterung leider nicht genießen.

Anschließend machten wir uns an den Abstieg. Nach den ersten 100 Höhenmetern waren wir aus der dicken Wolkensuppe heraus und wir hatten einen tollen Blick über die Bucht von Roses. Das motivierte uns. Dann begann der Regen. Wir waren in kürzester Zeit nass bis auf die Knochen. Selbst in den Wanderschuhen stand uns das Wasser. Jetzt musste jeder Schritt noch bedachter gesetzt werden. Unten angekommen, hörte natürlich auch der Regen auf. Das letzte Stück nach Roses hinunter sind wir so leichtfüßig gegangen. Keiner hätte in dem Moment stolzer sein können als wir, dass wir diese Wanderung bei dieser Witterung geschafft haben.

 

Nach einer kurzen Trocken-Pause begann am späten Nachmittag unser Kulturprogramm. Wir fuhren mit dem Bus nach Figueres (ca. 30 Minuten), die nächst größere Stadt und Geburtsstadt Salvador Dalis. Wir besuchten das Dali-Museum, welches der Künstler noch zu Lebzeiten entworfen und gestaltet hat. Bei einer Führung wurden uns die Highlights gezeigt und hier kam ich nicht nur der Person Salvador Dali näher, sondern auch seiner Kunst.

Mein Fazit dieser Reise:

Obwohl ich vorher ein paar Mal zu Hause wandern war und Strecken von 12 km eigentlich gut gelaufen bin, war das schon eine ganz andere Hausnummer. Wandern mit Wikinger ist kein Spazierengehen, es ist wandern.

Trotzdem kann ich sagen, dass es mit sehr gut gefallen hat. Wir haben eine etwas komprimierte Form der Wander-Studienreise gemacht. Unsere Wander-Reiseleiterin war nicht nur im Wandern topfit, sie wusste alles zu den Orten, der Flora und Fauna, Geschichte, Wetter, einfach alles!

 

Ihre Susan Menke

 

 

 

 

Von Susan Menke
Reisezeitraum Juli 2017
#Holland #Giethoorn #Ferienhaus