GEBECO Produktpräsentationsreise nach Vietnam
Auf Einladung der Sondergruppenabteilung von GEBECO durfte ich mit 12 Kollegen dieses spannende Land in Südostasien besuchen. Ende Mai ist eigentlich keine ideale Reisezeit, denn große Hitze in allen Landesteilen um die vierzig Grad machten die Programmpunkte ziemlich anstrengend!

Überhaupt sollte man besser von Januar bis April das Land bereisen, bevor es zu heiß oder ab September bis Dezember zu feucht wird. Allerdings sind bei einer Nord-Süd-Ausdehnung von über 2500 Kilometern verschiedene Klimazonen zu berücksichtigen. Der immer warme und feuchte Süden beim Mekong-Delta in Ho Chi Minh City(Saigon) über die im Herbst von Überschwemmungen geplagte Mitte bei Hue und Da Nang bis in den subtropischen Norden bei der Hauptstadt Hanoi, wo im Winter die Temperaturen auch schon mal unter 10 Grad fallen können.

Das Augenmerk für diese Reise lag nicht auf Hotelbesichtigungen, sondern mehr auf Erkunden von “Land und Leute“, um für potenzielle Rundreisekunden ein Programm der Highlights beschreiben zu können. Ein Land in der Größe von Italien mit knapp 90 Millionen Einwohnern und halb so vielen Mopeds kann man aber kaum in 7 Tagen kennen lernen. Also sind nur bestimmte Höhepunkte erlebbar und natürlich auch Inlandsflüge von Nöten.

Idealerweise fliegt man, wie auch wir, nonstop ab/bis Frankfurt mit VIETNAM AIRLINES(VN) nach Saigon oder Hanoi in rund 12 Stunden nach Vietnam. Als Empfehlung von mir bei VN die wirklich prima „Premium Economy-Class“ mit großem Sitzabstand, breiten bequemen Sitzen und gutem Unterhaltungsprogramm zu überschaubarem Aufpreis auf der Langstrecke. Diese 4-Sterne-Airline fliegt mit dem neuen „Dreamliner“ von Boeing und auf den Kurzstrecken mit guten Mittelklasse-Fluggeräten.

Leider landet man immer frühmorgens im Zielgebiet, so dass alle Rundreisen sofort mit Programm beginnen und der Rundreisende erst abends sein Hotelzimmer sieht. So durften auch wir nach der Landung in SGN um 7 Uhr früh gleich mit dem Bus zum 40 km nördlich gelegenen Tunnelsystem Cu Chi fahren, um das Versorgungsnetz der Vietcong aus dem Vietnamkrieg zu erkunden. Danach standen Stadtrundfahrt, Kriegsmuseum und die wenigen erhaltenen Baudenkmäler dieser durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Acht-Millionen-Metropole auf dem Programm. Für das schöne Mündungsdelta des Mekong war leider keine Zeit, denn am nächsten Morgen ging es gleich per Flieger nach Zentralvietnam ins kulturelle Zentrum des Landes. Die Königsstadt Hue der letzten Herrscher Vietnams, sowie die Wirtschaftsmetropole Da Nang mit seinen langen feinen Sandstränden, Marmorbergen und Nightlife und auch das heutige UNESCO-Welterbe Hoi An bestimmen den unbedingten Besuch dieser Region.

Zuerst in zwei Nächten Hoi An, einer pittoresken Kleinstadt am Thu-Bon-Fluss, lässt sich, in aller Ruhe und nur durch wenige hupende Mopeds gestört, das historische Vietnam erleben. Mit Nachtmärkten, altem Bauensemble(wie die überdachte alte japanische Brücke und chinesischen Tempeln) sowie auch prima Sandstränden am Stadtrand, kann man hier vom quirligen Saigon Abstand gewinnen. Eine absolute Empfehlung von mir 2-3 Übernachtungen hier zu verbringen, um zentral im schicken Anantara Hoi An Resort(5 Sterne) oder am Strand im Palm Garden Resort(4 Sterne) zu wohnen.

Das nahe Da Nang ist eher etwas für Pauschaltouristen aus Asien und den USA, die hierhin ihren Strandurlaub buchen. Es wird noch mächtig gebaut, so dass diese Großstadt die Millionengrenze bald überschreiten wird!

Über den Wolkenpass wegen seiner schönen Ausblicke auf umliegende Traumbuchten und über 1000 m hohe Gipfel, fuhren wir mit dem Reisebus ins 140 km entfernte Hue. Die Dynastie der Nguyen hat hier mit 13 Königen regiert und Palast- und Grabanlagen hinterlassen, wobei die Wichtigsten in die Welterbe-Liste aufgenommen wurden und natürlich zum Pflichtprogramm gehören. Wir besichtigten bei über 40 Grad im Schatten die Zitadelle, die Verbotene Stadt und per Fahrrad-Rikscha die Altstadt von Hue. Das Midtown Hotel Hue (4 Sterne am Parfum-Fluss) liegt zentral und hat einen kleinen Pool zum Sun-Downer auf der Dachterrasse.

Am nächsten Tag dann der Besuch des Mausoleums des vorletzten Königs und der Sommerpalast mit Grabstätte eines anderen Herrschers, bevor wir nach einer Bootsfahrt ein buddhistisches Kloster mit alter Pagode besichtigten. In Hue kann man aber auch auf typischen Märkten gut einkaufen und Mitbringsel für daheim erstehen. Es existiert auch ein kleiner Flughafen für den Inlandsflug zur Hauptstadt in 60 Minuten, so dass wir Hanoi am vorletzten Tag mittags erreichten. Die Hauptstadt am Roten Fluss ist deutlich besser erhalten und etwas geruhsamer im Zentrum als Saigon. Es gibt auch nicht ganz so viele lärmende Mopeds, sondern mehr Autos der Beamten und Botschaftsvertreter. Nach einer Stadtrundfahrt mit Besuch des zentralen “Sees des zurück gegebenen Schwertes“ und des sehenswerten Ethnologischen Museums, ging es zu Fuß in die enge Altstadt und abends zu einer Aufführung des Wasserpuppentheaters. Weltbekannt werden hier Marionetten von unsichtbaren Akteuren so aufgeführt, dass sie auf dem Wasser eines kleinen Teichs bei klassischer vietnamesischer Musik zu tanzen scheinen.

Das Highlight der Reise dann zum Ende unserer Rundreise. Mit dem Bus in rund 4 Stunden ging es zur Ha Long Bucht, eine bizarre Inselwelt von fast 2000 Karstfelsen, die neuerdings zu den Sieben Neuen Weltwundern der Natur gehört. Eine Bootsfahrt mit oder ohne Übernachtung auf 3 bis 5-Sterne-Schiffen gehört zum Muss einer organisierten Vietnamreise. Wir hatten ein 5-Sterne-Flusskreuzfahrtschiff mit Außenbalkonen und Klimaanlage, was bei Übernachtungen dringend erforderlich erscheint. Die besichtigten 3-Sterne-Varianten würde ich nicht empfehlen!

Nach langer Busfahrt nach Hanoi und zweistündigem Inlandsflug nach SGN ging es abends zurück mit Vietnam Airlines in Premium Eco nach Frankfurt.

GEBECO ist ein guter Rundreise-Veranstalter und hat alle Bausteine mit kompetenten wechselnden Reiseleitern vor Ort präsentiert!

NORBERT WITTE
Von Norbert Witte
Reisezeitraum Mai 2016
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