TUI Best Family Hotels - Erfahrungsbericht Teil 1 - Türkei
Wir wollten in den Urlaub. Das erste Mal mit Kind in den Flieger steigen. Kriegen wir das hin? Ist das nicht zu viel für das Kind? Erst mit dem Auto zum Flughafen, dann die Wartezeit im Airport, das lange Sitzen im Flugzeug und bis wir dann mit dem Bus endlich das Hotel erreichen…
Einmal kinderfreundlichen Urlaub bitte
Aber egal: Wir brauchen Urlaub! Und zwar richtig. Halt mal keine Ferienwohnung an der Nordsee, wo Mama und Papa dann doch wieder einkaufen, kochen, aufräumen und Wäsche machen können. Nein. Endlich mal wieder richtig Urlaub für alle! So eine Clubanlage, wo Familien herzlich willkommen sind, und man sich nicht schämen muss, wenn das Kind im Restaurant unter schepperndem Allround-Klang mal wieder den Kunstoffteller auf den Boden schiebt während die anderen Gäste mahnende Blicke zu uns rüber werfen und der Kellner mit einem tiefen Seufzen die Spaghetti mit Tomatensoßen vom Boden wischt.

Für eine Reiseverkehrskauffrau doch kein Problem – so sollte man meinen. Aber wenn man mal ganz ehrlich ist, waren die Reisen ohne Kind doch etwas anders orientiert. Damals war es vor allem wichtig viel zu sehen und kennenzulernen, flexibel mit dem Mietwagen die Umgebung kennenzulernen oder auch auf einem Kreuzfahrtschiff von Hafen zu Hafen zu reisen. Diese Reise sollte jetzt aber ganz anders verlaufen. Der Schwerpunkt lag ganz klar im Interessengebiet unserer Tochter: Rutschen, Strand, Kinder, Pommes, Pizza und ganz viel Eis!
Kinderleichte Fluganreise
Nach langem Suchen und Stöbern bei allen Veranstaltern, haben wir uns dazu entschlossen einen Urlaub im TUI best Family Hotel Palm Garden ****+ in der Türkei für zehn Tage zu buchen. Selbstverständlich mit all inclusive in einem Appartement direkt am Strand. Was soll ich sagen? Dies zählt mit Sicherheit zu den besten Entscheidungen unseres Reise-Lebens!

Die Sorge, ob unsere Tochter sich während des Fluges angemessen verhalten würde, war in dem Moment im wahrsten Sinne des Wortes verflogen, als wir in den Flieger stiegen: Geschätzte 50 Kinder waren mit an Bord und während wir das Handgepäck verstauten und wir die Blicke schweifen ließen, liefen wahrscheinlich ebenso viele Tablets oder Handys mit Kinderserien! Gott sei Dank – wir gehören wohl doch nicht zu der Sparte: Unverbesserliche Eltern, die nur mit Hilfe der modernen Technik die Kinder beschäftigen können! Und so haben auch wir die 4,5 Stunden im Flugzeug hervorragend überstehen können, ohne die Mitreisenden mangels Geduld zu belästigen!
Von der Sonne geküsst am Frühstückstisch
Angekommen im Hotel wurden wir mit einem leckeren Cocktail am Abend begrüßt und unser Gepäck wurde durch das Hotelpersonal auf das Zimmer gebracht. Eine kurze Einweisung über die unterschiedlichen Einrichtungen, Lage der Zimmer und Orientierung der Restaurants (-zeiten), ließ uns schnell unser Appartement finden und obwohl die Restaurants bereits geschlossen hatten, bekamen wir noch speziell für spätanreisende Gäste eine üppige Auswahl an Speisen angeboten. Einfach toll!

Am nächsten Morgen hieß es, das Hotel zu erkunden. Gleich beim Frühstück viel uns auf, dass mindestens genauso viele Tische auf der Terrasse zur Verfügung standen wie im Hauptrestaurant. Dies entsprach total meinen Urlaubserwartungen: Von der Sonne geküsst am Frühstückstisch! Und dann noch das: Auch wenn ich sie nicht gezählt habe, standen den Gästen – direkt am Eingang platziert etwa 120 Kinderhochstühle auf Rollen zur Verfügung! Haben Sie das schon mal erlebt? Normalerweise ist die Mutter schon mindestens viermal zum Buffet gelaufen, bis Sie endlich auch mit dem Essen beginnen kann (zumindest wenn diese nicht zur Studentenzeit irgendwo gekellnert hat):
1. Brötchen und Marmelade fürs Kind.
2. Saft oder Milch/Kakao fürs Kind und Kaffee für Mama
3. Mist! Löffel vergessen. Bring ich jetzt mit: Ein bisschen Obst und Joghurt, Spiegelei und Brötchen.
4. Löffel wieder vergessen. Egal. Jetzt will das Kind auch noch ein Pfannkuchen – mit Nutella. Jetzt denk ich aber dran!

Im Hotel Palm Garden war das anders. Angekommen im Restaurant, setzte man die Kinder einfach in diese rollenden Hochstühle – ideal um am Büffet vorbeizuschieben. Die Kinder konnten alles sehen und sich gleich aussuchen, was sie essen wollten. Den Teller auf das kleine Tischchen gestellt und daneben noch den Saft platziert. Mama konnte sich gleich Ihren Teller füllen und erreichte zur gleichen Zeit den Tisch, den der Vater – fürsorglich sich auch um alle notwendigen Bestecke kümmernd – bereits als den unseren deklarierte! SUPER!
Ein Traum von Poollandschaft
Jetzt konnten wir gut gestärkt die Poollandschaft für uns erobern! Aber was mussten wir feststellen!? Es waren tatsächlich ausreichend Liegen an allen Pools vorhanden! Und nicht nur das: die komplette Poollandschaft war um die Kinderanimation drum herum angelegt. Die verschiedenen Bereiche waren mit kleinen Zäunen abgesichert, sodass die kleinen Wasserflöhe nicht weglaufen oder spontan in tiefere Pools springen konnten. Auch gab es an der Poolbar eine kleine Treppe, wo die Kinder sich selbstständig etwas zu trinken holen konnten. Die Beachbar war auch toll. Zur Mittagszeit war das Treiben im vollen Gange. Nicht nur, dass man auch hier immer einen Platz im Schatten fand und die gleiche Auswahl an Speisen wie im Hauptrestaurant bekam, sondern zusätzlich besondere Speisen wie Pizza auf Stein gebacken, Burger und Fladenbrot aus dem Erdofen. Immer frisch und lecker!
Wellness für die Großen, Rutschenspaß für die Kleinen (und Großen)
Das Angebot an Unterhaltung haben wir natürlich insbesondere über die Kinderbetreuung genutzt. Hier empfanden wir es als sehr gut strukturiert, als dass man das Kind nicht nur mit Namen anmelden, sondern sowohl die Zimmer- und Handynummer, als auch den Ort angeben musste, an dem sich die Eltern während der Betreuungszeit befinden. Unsere Tochter war stolz wie Wolle, als man ihr das erste Mal den Kinderpass umhängte, auf dem der Name und die Schwimmtauglichkeit standen! Auch heute dient er als Dekorationsartikel ihres Kinderzimmers. Nach dem Abendessen war die Kinderdisco natürlich Pflichtprogramm. Aufgeregt steuerte unsere Tochter dieses Tageshighlight an. Und immer war es der krönender Abschluss eines abenteuerlich-aktiven Tages.
So ganz nebenbei bemerkt: Der Wellnessbereich des Hotels ist grandios. Während unsere Tochter als Indianer verkleidet das Hotelmaskottchen suchte, haben sich die Eltern bei einer Massage oder dem Hammambesuch mal so richtig entspannt und konnten am Nachmittag dann wieder als Spielkamerad den Kinderpool und das Rutschenparadies unsicher machen.
Mein Tipp für einen erholsamen und verwöhnenden Familienurlaub
Die ganze Hotelanlage ist sehr weitläufig angelegt. Über 200 Palmenarten sind in der sehr gepflegten Gartenanlage beheimatet. Die Appartements verteilen sich auf diverse zweistöckige Komplexe, die wiederherum immer 16 Zimmer beherbergen. Ein Hotelkomplex, der schon aufgrund des Baustils und der optimalen Pflege und Instandhaltung absolut überzeugt. Die moderne und großzügige Gestaltung der Zimmer und gemeinsamen Einrichtungen überzeugen ohne dabei das Gefühl der Gemütlichkeit zu verlieren. Wer also einen absoluten Tipp für einen erholsamen, verwöhnenden Familienurlaub braucht, sollte sich dieses Hotel doch mal genauer anschauen.
Von Sonja Ruschepaul
Reisezeitraum Mai 2014
#Türkei #TUI #Familienurlaub